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Arbeitnehmer/innenschutz

ist die grundlegende, präventive Gestaltung des Arbeitsumfelds, der Arbeitsmittel und der Arbeitsorganisation zur Vermeidung von physischen und psychischen Gefährdungen der Arbeitnehmer/innen.

Arbeitnehmer/innenschutz ist eine gesetzliche Verpflichtung, die im Arbeitnehmer/innenschutzgesetz ASchG sowie in rund 40 zugehörigen Verordnungen und weiteren Gesetzen geregelt ist.

Zu den wichtigsten Verordnungen gehören die  Arbeitsstätten-VO, die Arbeitsmittel-VO, Grenzwerte-VO, die Bauarbeiterschutz-VO, die Bildschirmarbeits-VO u.a. Aber auch die Einhaltung des Chemikalien Gesetzes, der Maschinensicherheitsrichtlinie oder des Arbeitszeitgesetzes - unter Berücksichtigung der jeweiligen Kollektivverträge - u.a. spielt eine wichtige Rolle im Arbeitnehmer/innenschutz.

Weiters gelten gesonderte Regelungen für besonders schutzbedürftige Personen wie Schwangere und Mütter, Jugendliche und „Begünstigte Behinderte“.

Jeweils aktuelle detaillierte Informationen, finden Sie auf der Homepage der Arbeitsinspektion, die die Einhaltung der gesetzlichen Verpflichtungen überprüft, und Betriebe gegebenenfalls auch präventiv z.B. bei der Einführung neuer Prozesse und Arbeitsmittel berät.

Auch als Einzelunternehmer/in gelten für Sie die Regelungen des Arbeitnehmer/innenschutzes. In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie Ihren Arbeitsplatz/ Ihre Arbeitsstätte frei von Gefährdungen für Ihre eigene Gesundheit und Sicherheit gestalten.

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Bei Fragen wenden Sie sich  für eine kostenfreie Beratung an AUVA Sicher.

Als Kleinunternehmer/n ist es zumeist am günstigsten, wenn Sie sich in Sachen Arbeitnehmer/innenschutz durch externe Expert/innen durch ein arbeitsmedizinsches Zentrum oder durch AUVA sicher beraten lassen. Sollten Sie selbst über geeignete Fachkenntnisse verfügen, können Sie auch das Unternehmermodell wählen. Mehr Informationen...

In Arbeitsstätten mit mehr als 50 Arbeitnehmer/innen muss pro Jahr zumindest eine bestimmte Präventionszeit erbracht werden, die sich nach der Anzahl der Beschäftigten und nach der Gefahrenklasse richtet. Mehr Informationen...

Unternehmer/innen haben durch die sogenannte Fürsorgepflicht Verantwortung für die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter/innen.

Um mögliche Gefährdungen oder Gefahren für die Arbeitnehmer/innen zu entdecken, müssen alle Betriebe regelmäßig sogenannte Gefährdungsbeurteilungen/ Arbeitsplatzevaluierungen  durchführen. Seit einer Novellierung des ASchG 2013 wird auch besonders überprüft, ob Betriebe die Evaluierung Psychischer (Fehl)belastungen  veranlasst haben. Darauf basierend müssen Betriebe Maßnahmen setzen, um die so erkannten Gefährdungen zu vermeiden oder zu minimieren. 

Unternehmer/innen haben zu ihrer Unterstützung in Angelegenheiten des Arbeitnehmer/innenschutz sogenannte Präventivfachkräfte zu bestellen. Das sind ausgebildete Sicherheitsfachkräfte und Arbeitsmediziner/innen, aber auch Arbeitspsycholog/innen und andere Fachexpert/innen. Diese können intern oder als externe Experten für das Unternehmen arbeiten, oder über arbeitsmedizinische Zentren oder über „AUVA sicher“ tätig werden.

Arbeitnehmer/innen sind ihrerseits auch selbst für ihre Gesundheit und Sicherheit verantwortlich und durch die sogenannte Mitwirkungspflicht verpflichtet,

z.B. Unterweisungen zum Sicherheits- und Gesundheitsschutz zu befolgen und eine etwaige ihnen zur Verfügung gestellte persönliche Schutzausrüstung zu verwenden.

In Betrieben ab 10 Mitarbeiter/innen werden Arbeitnehmer/innen dabei von Sicherheitsvertrauenspersonen und - sofern vorhanden - von Betriebsrät/innen, Behindertenvertrauenspersonen u.a. beraten und unterstützt.