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Mittlere Unternehmen mit 50-249 Mitarbeiter/innen und
Großunternehmen ab 250 Mitarbeiter/innen

In Arbeitsstätten mit mehr als 50 Arbeitnehmer/innen muss pro Jahr zumindest eine bestimmte Präventionszeit erbracht werden, die sich nach der Anzahl der Beschäftigten und nach der Gefahrenklasse richtet. Die Betreung erfolgt durch innerbetriebliche Sicherheitsfachkräfte und Arbeitmediziner/innen, die eine entsprechende Fachausbildung haben. Wahlweise können auch externe Präventivfachkräfte oder ein Arbeitsmedizinisches Zentrum beauftragt werden. Details dazu siehe Information zu den Präventivdiensten der Arbeitsinspektion, ab Seite 5.

Zur innerbetrieblichen Begleitung müssen Sie weiters auch ausgebildete Sicherheitsvertrauenspersonen gemäß SVP-VO bestellen.

Wichtig ist, der Geschäftsführung regelmäßig über Status, Änderungen und Neuerungen im Arbeitnehmer/innenschutz zu berichten, damit diese steuernd eingreifen kann.

Von der Pflicht zur Kür schafft Mehrwert

Unternehmen, die im Arbeitnehmer/innenschutz mehr als eine (lästige) gesetzliche Verpflichtung sehen, integrieren Sicherheit und Gesundheit (und betriebliche Gesundheitsförderung) in bestehende Qualitätsmanagementsysteme ihres Betriebs oder ihrer Organisation und/oder in ihr unternehmerisches Handeln.

Dies führt zu einer systematischen und umfassenden Umsetzung der Arbeitnehmer/innenschutzvorschriften, die Bestandteil der Unternehmenspolitik werden und mit spezifischen Handlungsanleitungen umgesetzt werden.

Beispiele für derartige Managementsysteme sind die ISO 14001 (Umwelt-, Rechts- und Arbeitssicherheit), ISO 27001 (Sicherheitsmanagementsystem) und die OHSAS 18001 (Arbeitsschutzmanagementsystem), die nun zur ISO 45001 weiterentwickelt wurde.

In Österreich unterstützt auch die AUVA mit einem eigenen Sicherheits- und Gesundheitsmanagement (SGM). Allgemeines siehe auch Österreichischer Leitfaden für SGMS zur Auswahl und zum Einsatz von Sicherheits- und Gesundheitsmanagementsystemen in Betrieben.

Ein wesentliches Kriterium dieser Managementsysteme ist, dass sowohl betriebsinterne Selbstkontrollen als auch externe Kontrollen (Audits) zur Überprüfung der Wirksamkeit des Systems durchgeführt werden.

Unternehmen, die an ihrer nachhaltigen Gestaltung derart arbeiten, profitieren mehrfach durch:

  • Senkung von Arbeitsunfällen
  • Senkung von Produktivitätsverlusten durch Störungen oder Ausfälle
  • Erhöhung der Qualität
  • Erhöhung der Kundenzufriedenheit
  • Erhöhung der Mitarbeiter/innenmotivation